Heute ist ein regnerischer Tag. Die pausen zwischen den Schauern konnte ich nicht so richtig in meinen Lauf mit einbauen, da heute wieder alles durcheinander ist. Ein Kind mehr zuhause als geplant, weil der Kindergarten kurzfristig mit Erzieher-Mangel zu durch Krankheit zu kämpfen hat. Daher ist auch die Fahrradrunde heute nun ausgefallen. Denn mein Radfahrpartner hat Kinder in der selben Gruppe und war daher auch davon betroffen und musste seinen Tag umstrukturieren. Das ist aber alles kein Beinbruch. Irgendwie bekommt man das hin. Also Laufen in den Vormittagsregen verlegt um evtl. dann doch noch eine Radrunde in der Mittagspause zusammen zu drehen. Aber Fehlanzeige. Das hatte leider nicht geklappt.
Also gut, heute ohne Fahrradrunde und nur laufen. Tja was soll ich sagen. Es hat geregnet und ich bin einer der wenigen die das mag. Getreu dem Motto: "Was ich nicht an hab, kann nicht nass werden", habe ich heute die kurze Laufhose gewählt und am Oberkörper langarmiges Baselayer mit einer Winddichten Laufjacke. Wenn ich schon nass werde, will ich nicht auch noch durch gepustet werden. Die Kleidung war perfekt. Der erfrischende, zum Glück nicht kalte, Regen fühlte sich belebend auf der Haut an.

Die 10 km insgesamt sind gut verlaufen und ich habe einen neuen persönlichen Rekord erlaufen. 10 km in 49:17. Das wäre gefühlt noch schneller gegangen, auch wenn ich am Ende ehrlich gesagt etwas kämpfen musste. Das war aber vor allem ein mentales Ding und kein körperliches. Ich hatte die Länge meiner Laufstrecke vorher nicht gecheckt und bin etwas anders gelaufen um die löchrige Schotterpiste zu meiden. Da wollte ich mir nicht gleich auf den ersten 2 km nasse Füße holen und dem entsprechend bin ich einen gut ausgebauten Fuß- und Radweg entlang gelaufen. Die Strecke war so aber etwas zu kurz und so musste ich in den Straßen rund um mein Zuhause noch einige Schleifen drehen. Das war überraschend anstrengend durch enge kurven und häufig wechselnden Untergrund, am Ende dann auch ordentlich nervig.

Aber durchhalten war die Devise und das habe ich auch geschafft. Insgesamt war ich einen kleinen Tick zu schnell unterwegs, was mit einem Ausführungswert von 69 % "bestraft" wurde. Insgesamt laufe ich aber immer die Trainings so durch, wie sie sich gut anfühlen. Auch wenn sie dann mal ein wenig zu schnell sind.
Anschließend konnte ich mich nur noch kurz denen und dann gab es auch schon Mittagessen. Das fehlende stretching habe ich am Abend noch mit ein bisschen ausrollen auf der Faszienrolle ausgeglichen.
Ich habe heute nicht nur einen neuen persönlichen Rekord eingesammelt, nein ich habe auch eine signifikante Leistungssteigerung festgestellt. Wenn ich zuvor einen Lauf in dieser Länge und dieser Geschwindigkeit durchgeführt habe (oder zumindest annähernd, denn so schnell war ich ja vorher noch nie), habe ich mich danach ziemlich schlecht gefühlt. Ich hatte schmerzen in den Knien, Muskelkater und habe ein paar Tage Pause gemacht. Heute fühle ich mich nach dem Lauf phantastisch. Mir tut nichts weh und nach einer kleinen Pause hatte ich doch noch mal mit dem Fahrrad geliebäugelt. Aber die Zeit und Familie hat das heute einfach nicht hergegeben.
